Anwaltskanzlei Susanne Sicher

Zugewinnausgleich

Die Neuregelungen im Zugewinnausgleichsrechts ab dem 1. September 2009 sorgen für mehr Gerechtigkeit bei der Vermögensauseinandersetzung bei der Scheidung. Seit 50 Jahren gibt es den Zugewinnausgleich. Heute wird jede dritte Ehe früher oder später geschieden. Die Scheidungszahlen steigen weiterhin. Bei einer Scheidung wird das Vermögen der Ehegatten auseinandergesetzt. Im gesetzlichen Güterstand (Zugewinngemeinschaft), in dem die Mehrzahl der Ehepaare leben, gibt es dafür den Zugewinnausgleich. Der Grundgedanke des Zugewinnausgleichs liegt darin, den während der Ehe erzielten Vermögenszuwachs zu gleichen Teilen auf beide Ehegatten zu verteilen. An diesem Grundgedanken ändert sich nichts. Das heute verabschiedete Gesetz korrigiert mehrere Schwachstellen.

Die bedeutendste Änderung stellt die Neugestaltung der Stichtagsregelung dar, mit der sog. Schlupflöcher geschlossen werden konnten, die es dem einen Ehegatten im Zeitraum zwischen Trennung und Rechtskraft der Scheidung ermöglicht hatten, Vermögenswerte zum Nachteil des anderen Ehegatten zu verschieben. Nunmehr gilt es den konkreten Trennungstag festzulegen und den Tag des Zugangs des Scheidungsantrages beim Antragsgegner. Verbindlichkeiten können sowohl beim Anfangsvermögen, als auch beim Endvermögen eines jeden Ehegatten an Abzug gebracht werden.

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